Letzte Nachrichten
Verdacht der Untreue: Razzia beim DFB
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird rund eine Woche vor den Präsidentenwahlen am 11. März von einer neuerlichen Razzia der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main erschüttert. Die Behörden durchsuchten am Donnerstag die DFB-Zentrale sowie die Wohnung eines früheren Funktionärs und Geschäftsräume von fünf Unternehmen. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Untreue. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft dem SID.
Deutschland liefert 2700 Flugabwehrraketen aus NVA-Beständen an die Ukraine
Deutschland liefert weitere Waffen an die Ukraine, um das Land im Kampf gegen Russland zu unterstützen. Das Bundeswirtschaftsministerium genehmigte auf Antrag der Bundeswehr die Weitergabe von 2700 Flugabwehrraketen vom Typ "Strela", wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Ministeriumskreisen erfuhr. Es handele sich um Waffen sowjetischer Produktion aus ehemaligen Beständen der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Nach AFP-Informationen wurden inzwischen auch 18.000 weitere Schutzhelme an die Ukraine geliefert.
Fast 600 Millionen Euro für außeruniversitäre Coronaforschung in 2020
In Deutschland haben außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Jahr 2020 fast 600 Millionen Euro für Projekte mit Coronabezug ausgegeben. Die Gesamtausgaben für außeruniversitäre Forschung und Entwicklung beliefen sich in diesem Jahr auf 15,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren rund vier Prozent mehr als im Vorjahr.
Studie: Handelskrieg könnte russische Wirtschaft um jährlich zehn Prozent schwächen
Russland hat bei lang anhaltenden Sanktionen und einem langfristigen Handelskonflikt laut Experten deutlich mehr zu verlieren als der Westen. "Ein Handelskrieg zwischen Russland sowie den USA und ihren Verbündeten würde Russlands Wirtschaft langfristig empfindlich treffen", erklärte der Handelsforscher am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), Alexander Sandkamp, am Donnerstag. Die russische Wirtschaftsleistung könnte demnach langfristig um jährlich knapp zehn Prozent einbrechen.
Deutsche Unternehmen berichten über zunehmende Handelshemmnisse bei Auslandsgeschäften
Deutschlands Unternehmen stoßen weltweit immer öfter auf Handelshemmnisse: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) berichteten 54 Prozent der Unternehmen von einer "akuten Zunahme" von Hürden bei ihren internationalen Geschäften. Die Folgen des Ukraine-Kriegs wirkten "wie ein Brennglas auf die Lage", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
Frankreich rät Franzosen in Russland "dringend" zur Ausreise
Das französische Außenministerium rät Franzosen in Russland dringend zur Ausreise. Aufgerufen sind alle Franzosen, deren Anwesenheit in Russland nicht notwendig ist, heißt es auf der am Donnerstag aktualisierten Website des Außenministeriums. "Im Kontext der russischen Invasion in die Ukraine und der internationalen Sanktionen ist erhöhte Wachsamkeit gefordert", betont das Ministerium, das zugleich von Reisen nach Russland abrät.
EU bereitet sich auf Millionen von Ukraine-Flüchtlingen vor
Die Europäische Union bereitet sich auf die Ankunft von Millionen von Ukraine-Flüchtlingen vor. EU-Kommissarin Ylva Johansson sagte am Donnerstag vor einem Innenministertreffen der 27 EU-Ländern in Brüssel, schon jetzt seien "fast eine Million Menschen" in die EU geflohen. Die EU-Kommission schlägt vor, Menschen aus dem Kriegsgebiet für bis zu drei Jahre Schutz zu gewähren.
Texaner muss sich in erstem Strafprozess wegen Kapitol-Erstürmung verantworten
In den USA hat der erste Strafprozess gegen einen Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wegen der Erstürmung des Kapitols im Januar 2021 begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf Guy Reffitt, der der extremistischen Gruppierung Three Percenters angehört, bei Prozessbeginn am Mittwoch (Ortszeit) vor, den Angriff auf den Kongress angeführt zu haben.
Steuerzahlerbund fordert von Scholz Privilegien-Stopp für Altkanzler Schröder
Wegen der Tätigkeit für staatliche russische Energieunternehmen hat der Bund der Steuerzahler gefordert, Altkanzler Gerhard Schröder die Amtsausstattung für dessen Berliner Büro zu entziehen. "Es wäre ein Gebot der Stunde, dass Bundeskanzler (Olaf) Scholz den Büroleiter-Posten und das weitere Büropersonal für Altkanzler Schröder zunächst nicht neu besetzt", sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. "Alles andere wäre ein falsches Signal."
Bundesanwaltschaft klagt Russen wegen Mordvorbereitung im Auftrag Tschetscheniens an
Wegen der Vorbereitung eines Mordes im Auftrag der tschetschenischen Führung um Machthaber Ramsan Kadyrow hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen russischen Staatsbürger erhoben. Walid D. soll in der ersten Jahreshälfte 2020 von einem Angehörigen des tschetschenischen Sicherheitsapparats "mit der logistischen Organisation der Tötung eines in Deutschland lebenden Exiloppositionellen" beauftragt worden sein, wie die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte.
Ostausschuss der deutschen Wirtschaft steht hinter Sanktionen gegen Russland
Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft hat sich trotz Belastungen für den Handel hinter die wegen des Ukraine-Kriegs gegen Russland verhängten Sanktionen gestellt. "Alle sind der Überzeugung, dass diese Sanktionen notwendig sind", sagte Michael Harms, Geschäftsführer des Verbandes, am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Wirtschaftliche Erwägungen müssten jetzt zurückstehen. Gleichzeitig müsse aus eigenem Interesse ein "gewisser Handel" mit Russland aufrecht erhalten werden.
Rolle rückwärts: IPC schließt russische und belarussische Athleten von Paralympics aus
Die Paralympischen Spiele von Peking finden jetzt doch ohne Athleten aus Russland und Belarus statt. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) machte am Donnerstag keine 24 Stunden nach seiner umstrittenen Entscheidung zur Zulassung der Sportler unter neutraler Flagge eine Rolle rückwärts. Zuvor hatten mehrere Teams und Athleten mit einem Boykott der Spiele gedroht.
Inflation in der Türkei schnellt im Februar weiter in die Höhe
Die Inflation in der Türkei ist auf über 54 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Offiziellen Angaben des türkischen Statistikamts vom Donnerstag zufolge stand die Teuerungsrate im Februar bei 54,4 Prozent, nachdem die Inflation im Januar bereits 48,7 Prozent betragen hatte.
Lufthansa kann Verlust 2021 um zwei Drittel senken
Die Lufthansa hat ihren Verlust im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel reduziert - blickt aber angesichts des Ukraine-Kriegs mit Sorge auf das laufende Geschäftsjahr. Deutschlands größte Fluggesellschaft vermeldete am Donnerstagmorgen für 2021 einen Nettoverlust von 2,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2020, das stark von den Einschnitten durch die Corona-Pandemie geprägt war, hatte noch ein Minus von 6,7 Milliarden Euro zu Buche gestanden.
Chelsea-Verkauf: Tuchel sieht "massive Veränderung"
Teammanager Thomas Tuchel sieht nach dem angekündigten Verkauf des FC Chelsea durch den russischen Oligarchen Roman Abramowitsch eine ungewisse Zukunft auf den Champions-League-Sieger zukommen. "Ich konnte mir Chelsea bisher nur mit Roman Abramowitsch vorstellen", sagte der deutsche Coach nach dem Sieg im Achtelfinale des englischen FA-Cups beim Zweitligisten Luton Town (3:2): "Ich habe es noch nicht wirklich realisiert. Es ist natürlich eine massive Veränderung."
"Ausblenden funktioniert nicht": Ukraine-Krieg überschattet Paralympics
Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine überschattet die Paralympischen Winterspiele in Peking. "Komplett ausblenden funktioniert nicht", sagte Monoskifahrerin Anna-Lena Forster dem SID: "Man bekommt es dann doch irgendwie mit und macht sich seine Gedanken dazu. Das macht einem natürlich auch Angst."
Orlando verliert trotz starker Wagner-Vorstellung
Trotz eines starken Auftritts von Rookie Franz Wagner haben die Orlando Magic nach zuletzt zwei Siegen in Folge wieder eine Niederlage in der Basketball-Profiliga NBA kassiert. Der 20 Jahre alte Berliner war beim 114:122 nach Verlängerung gegen die Indiana Pacers mit 28 Punkten mit Abstand bester Werfer seines Teams, das weiter auf den verletzten Moritz Wagner verzichten musste.
Gericht in Texas stoppt Verfahren gegen Familie von minderjähriger Transgender
Ein Gericht in Texas hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Familie einer jugendlichen Transgender per einstweiliger Verfügung gestoppt. Der Staat dürfe nicht weiter gegen die Familie vorgehen, bis das Gericht am Freitag kommender Woche eine Anhörung abhalte, zitierten die Bürgerrechtsorganisationen ACLU und Lambda legal am Mittwoch (Ortszeit) aus der Anordnung des Gerichts.
Freiburger Halbfinaleinzug für Streich "außergewöhnlich"
Ein Sieg fehlt Christian Streich noch zum ersten Pokal-Endspiel mit den Profis des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg. "Es bedeutet mir sehr viel, das ist außergewöhnlich", sagte der Trainer der Breisgauer nach dem 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung im Viertelfinale beim Aufsteiger VfL Bochum. Dreimal gewann der 56-Jährige schon den DFB-Pokal - mit den Freiburger A-Junioren.
Matarazzo von VfB-Klassenerhalt fest überzeugt
Trainer Pellegrino Matarazzo ist trotz der kritischen Situation des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart fest vom Klassenerhalt überzeugt. "Wenn ich nicht davon überzeugt wäre, wäre ich nicht der Richtige", sagte der 44-Jährige US-Amerikaner der Nachrichtenagentur AFP, "ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass die Mannschaft genügend Punkte sammelt."
Golf: Woods kassiert Acht-Millionen-Bonus für Popularität
Acht Millionen Dollar für enorme Beliebtheit: Golf-Superstar Tiger Woods hat zwar seit über einem Jahr verletzungsbedingt kein Turnier mehr auf der US-Tour bestritten, er gewann aber nun den ersten Bonus des sogenannten Player Impact Program, das die Popularität eines Spielers belohnt. Dies gab die Tour bekannt.
Forster Zweite im Abschlusstraining
Monoskifahrerin Anna-Lena Forster hat bei den Paralympischen Spielen in Peking ihre Medaillenambitionen untermauert. Nach zwei souveränen Bestzeiten in den ersten beiden Abfahrtstrainings kam die 26-Jährige bei der Generalprobe für das Rennen am Samstag auf Rang zwei. Auf ihre Hauptkonkurrentin Momoka Muraoka aus Japan fehlten der vierfachen Weltmeisterin 1,68 Sekunden.
EuGH befasst sich mit Umwelthilfe-Klage wegen Thermofensters
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg befasst sich am Donnerstag (09.30 Uhr) erneut mit dem sogenannten Thermofenster, einer Technik der Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen. Zunächst geht es um die Frage, ob eine Umweltvereinigung gegen die Zulassung des Thermofensters für ein Volkswagen-Modell durch das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt klagen darf. Geklagt hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in Schleswig-Holstein. (Az. C-873-19)
BGH verhandelt über Entschädigung für Gaststätte wegen Lockdowns
Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Donnerstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe über die Frage, ob Gaststätten wegen coronabedingter Lockdowns Schadenersatzansprüche gegen die Landesregierung haben. Es geht im konkreten Fall um ein Restaurant in Brandenburg, das wegen der Schutzmaßnahmen vom März 2020 vorübergehend schließen musste. Der Inhaber bekam Coronasoforthilfe von der brandenburgischen Investitionsbank. (Az. III ZR 79/21)
Steinmeier besucht deutsche Soldaten in Litauen
Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der immensen Spannungen mit Russland reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag nach Litauen. Geplant ist nach Angaben des Bundespräsidialamts ein Gespräch mit Litauens Präsident Gitanas Nauseda in der Hauptstadt Vilnius. Gemeinsam wollen beide demnach auch das deutsche Einsatzkontingent der Nato Enhanced Forward Presence (EFP) in Rukla besuchen und mit der Einsatzleitung sowie Soldatinnen und Soldaten sprechen.
Fridays for Future demonstriert gegen Krieg in Ukraine
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future will am Donnerstag weltweit gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine demonstrieren. In Deutschland sind nach Angaben des deutschen Ablegers insgesamt rund 30 Protestaktionen geplant, unter anderem vor dem Bundestag in Berlin (12.30 Uhr). Auch in weiteren Großstädten wie Hamburg (12.00 Uhr), München (17.00 Uhr) und Köln (17.30 Uhr) wird demonstriert.
EU-Innenminister beraten über Aufnahme von Ukraine-Flüchtlingen
Die Innenminister der Europäischen Union beraten am Donnerstag in Brüssel über die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine (09.30 Uhr). Die EU-Kommission schlägt vor, Menschen aus dem Kriegsgebiet für maximal drei Jahre Schutz zu gewähren. Hunderttausende haben sich in Nachbarländer geflüchtet, in Deutschland kamen laut Bundesinnenministerium bisher mehr als 5000 Menschen an.
New Yorker Richter entscheidet gegen Auflösung von Waffenlobby NRA
Die mächtige US-Waffenlobby NRA entgeht einer gerichtlich angeordneten Auflösung. Gegen den NRA-Chef Wayne LaPierre vorliegende Veruntreuungsvorwürfe reichten nicht aus, um eine Auflösung der Organisation zu rechtfertigen, urteilte ein Richter des Obersten Gerichts von New York am Mittwoch (Ortszeit). Das Verfahren gegen LaPierre selbst läuft jedoch weiter.
Sechs Monate Haft auf Bewährung für engen Vertrauten von Automanager Ghosn
Im Prozess um die Veruntreuung von Firmengeldern in Millionenhöhe beim Autobauer Nissan ist der frühere enge Vertrauter des Automanagers Carlos Ghosn, Greg Kelly, zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Unionspolitiker fordern Konsequenzen für Schröder wegen Russland-Kontakten
Unions-Politiker haben Konsequenzen für Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen seiner engen Kontakte nach Russland gefordert. Da Schröder inzwischen "ausschließlich als Lobbyist für ein ausländisches Unternehmen" arbeite, müsse das Bundeskanzleramt ihm sofort alle Mitarbeiterstellen streichen und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) seine Büros im Bundestagsgebäude zurückverlangen, sagte der CDU-Rechtsexperte Wilfried Oellers der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe).
Mitglied von OSZE-Mission bei russischem Angriff auf Charkiw getötet
Ein Mitglied der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine ist bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Charkiw getötet worden. Maryna Fenina, ein einheimisches Mitglied der OSZE-Beobachtermission, sei bei dem Angriff am Dienstag ums Leben gekommen, erklärte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa am Mittwoch auf ihrer Website. Sie sei tödlich getroffen worden, "während sie unterwegs war um Vorräte für ihre Familie in einer Stadt zu holen, die zu einem Kriegsgebiet geworden ist".
IStGH nimmt Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine auf
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen in der Ukraine aufgenommen. Das Ermittlungsverfahren starte "sofort", erklärte IStGH-Chefermittler Karim Khan in der Nacht zum Donnerstag. Die Sammlung von Beweismitteln "hat jetzt begonnen". Für seine Ermittlungen habe er die Unterstützung von 39 Staaten erhalten.