Gratz überzeugt beim Auftaktsieg von Braathen
Nach Emma Aicher ist auch ihrem Mannschaftskollegen Fabian Gratz ein erfolgreicher Start in den Ski-Weltcup gelungen. Beim tückischen Riesenslalom auf dem Rettenbachglatscher in Sölden fuhr der 29-Jährige bei widrigen und wechselnden Verhältnissen zwar nicht auf das Podest, bestätigte mit Rang sechs und dem damit zweitbesten Resultat seiner Karriere aber seine Zugehörigkeit zur Weltklasse.
"So startet man gerne in die Saison", sagte Gratz nach seiner insgesamt vierten Fahrt unter die ersten zehn. Nur einmal war er als Fünfter besser gewesen. Zum Podest fehlten dem Sportsoldaten beim überlegenen Sieg des Olympiasiegers Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien) 0,46 Sekunden. "Im Sommer weiß man nie genau, wo man steht", erklärte Gratz, er sei deshalb "sehr zufrieden, das es gleich so auf den Punkt geklappt hat".
In einem packenden Rennen, das in beiden jeweils verkürzten Durchgängen von wechselnden Wind-, Sicht- und Pistenverhältnissen geprägt war, fuhr Sieger Braathen in einer eigenen Liga. Der gebürtige Norweger gewann deutlich vor dem Slalom-Olympiasieger Loic Meillard aus der Schweiz (+0,48 Sekunden) und dessen Landmann Marco Odermatt (+0,49), den er in dieser Saison den Gesamtweltcup streitig machen will.
Neben Gratz holten zwei weitere der insgesamt fünf deutschen Starter Weltcup-Punkte: Anton Grammel verbesserte sich im Finale von Rang 30 auf 15, Alexander Schmid dagegen fiel vom beachtlichen neunten Rang im Zwischenklassement auf Platz 21 zurück. Jonas Stickinger (34.) und Weltcup-Neuling Nickco Palamaras (51.) hatten den zweiten Lauf der besten 30 verpasst.
J.Peterson--SFF