Letzte Nachrichten
Proteste in der Ukraine gegen Rücktritt von beliebtem Verteidigungsminister Fedorow
Aus Protest gegen den Rücktritt des beliebten ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow im Zuge einer Regierungsumbildung inmitten des Krieges sind in mehreren ukrainischen Städten zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Kiew versammelten sich am Donnerstag hunderte Demonstranten auf einem zentralen Platz, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen. Sie skandierten Rufe wie "Schande" und "Bring Fedorow zurück".
Sächsisches Justizministerium: Rechtsextremist Liebich in Männervollzug verlegt
Der wegen Volksverhetzung verurteilte Rechtsextremist Marla-Svenja Liebich ist in eine Justizvollzugsanstalt für Männer eingeliefert worden. Wie ein Sprecher des sächsischen Justizministeriums in Dresden am Donnerstag sagte, entschied die Leitung des Frauengefängnisses in Chemnitz, dass Liebich seine Haftstrafe im Männervollzug verbüßen solle. Liebich hatte seinen Geschlechtseintrag von männlich in weiblich ändern lassen, was Kritiker wie Bürgerrechts- und Transgenderorganisationen für eine gezielte Provokation des Rechtsextremisten gegen das neue Selbstbestimmungsgesetz halten.
Essenslieferdienst Delivery Hero einigt sich mit Uber auf Übernahme
Der deutsche Essenslieferdienst Delivery Hero hat sich mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt. Die beiden Unternehmen trafen dafür eine Zusammenschlussvereinbarung, wie Delivery Hero am Donnerstag mitteilte. Demnach macht der US-Konzern den Aktionären der deutschen Firma ein Barangebot von 41,5 Euro pro Aktie, was einer Unternehmensbewertung von 13 Milliarden Euro entspreche.
Deutlich mehr E-Scooterunfälle: 38 Tote in vergangenem Jahr
Die Zahl der E-Scooterunfälle in Deutschland ist erneut sprunghaft gestiegen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei fast 16.500 solcher Unfälle und damit 38,1 Prozent mehr als im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. 38 Menschen starben bei Unfällen mit Beteiligung eines E-Scooter, elf mehr als im Jahr davor. Dazu kamen 1895 Schwer- und 16.184 Leichtverletzte.
Bericht: Zeitplan für Start des staatlichen Vorsorgedepots wackelt
Die Bundesregierung gerät nach einem Zeitungsbericht bei der Reform der privaten Altersvorsorge in Zeitnot. Wie das "Handelsblatt" vorab aus der Freitagsausgabe berichtete, wird das geplante staatliche Standarddepot wahrscheinlich nicht bereitstehen, wenn am 1. Januar 2027 zahlreiche private Anbieter ihre Versionen des Altersvorsorgedepots auf den Markt bringen. Demnach sind offenbar viele Fragen offen – etwa, welche staatliche Stelle das eingezahlte Kapital anlegen soll und welche Behörde die Verträge verwalten soll.
Polizei: Achter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen ohne Zwischenfälle
Ein achter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen nach Ahaus im Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der von Einsatzkräften der Polizei zum Schutz der Atommüllbehälter abgesicherte Konvoi erreichte in der Nacht zum Donnerstag das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus, wie die Polizei in Münster mitteilte.
Schwesig bekräftigt Kritik an Einschnitten bei Unterhaltsvorschuss
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihre Kritik an den Plänen der Bundesregierung zur Kürzung beim Unterhaltsvorschuss bekräftigt. Die jüngsten Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz und von Bundesministerin Karin Prien (beide CDU) zeigten, "dass sie die Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern nicht verstanden haben", sagte Schwesig dem "Spiegel". Viele Alleinerziehende arbeiteten und seien trotzdem auf den Unterhaltsvorschuss angewiesen.
Auto fährt im Rostocker Hafen in Warnow: Zwei Männer tot
Im Rostocker Stadthafen sind zwei Männer tot aus einem Auto geborgen worden, das in die Warnow gefahren war. Die Umstände des Geschehens und die Identität der beiden Toten müssten geklärt werden, teilte die Polizei am Mittwochabend mit.
Sportmediziner über WM-Halbzeitshow: "Nicht unproblematisch"
Madonna, Shakira, Justin Bieber - das Line-up für die erste Halbzeitshow in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft beim Finale in New Jersey könnte prominenter kaum sein. Doch während am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) die größten Popstars der Welt auf dem Platz für Stimmung sorgen, müssen sich die Spanier und Argentinier in den Katakomben auf eine deutlich längere Halbzeitpause einstellen. Das sei "nicht unproblematisch", betont Sportmediziner Hans-Georg Predel.
Chiphersteller TSMC aus Taiwan verzeichnet Gewinnplus von 77,4 Prozent
Der Boom bei der Künstlichen Intelligenz (KI) hat dem Chiphersteller TSMC im zweiten Quartal ein Gewinnplus von 77,4 Prozent beschert. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einen neuen Rekordstand von 706,6 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (19,2 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf der Konzern die Prognosen von Analysten.
Kane über weitere WM: "Vier Jahre sind eine lange Zeit"
Ein neuer Titelangriff mit 36? Englands Stürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er 2030 mit den Three Lions noch einmal nach dem WM-Triumph jagt. "Vier Jahre sind natürlich eine lange Zeit, ich werde 33 im Sommer. Aber man sieht es bei Leo (Messi, Anm. d. Red), er performt immer noch auf dem höchsten Level. Ich möchte solchen Dingen daher niemals Grenzen setzen", sagte Kane nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen Argentinien (1:2) in Atlanta. Messi ist bereits 39.
Kanter brennt auf neue Sprint-Chance
Max Kanter richtete den Blick schnell nach vorne. Die fehlende Abstimmung und letztlich unglückliche Positionierung im chaotischen Massensprint der 11. Tour-Etappe in Nevers ließ den deutschen Radprofi nicht verzagen. Auf der kommenden Etappe nach Chalon-sur-Saone, das wusste Kanter schließlich ganz genau, "gibt es noch einmal eine Möglichkeit".
Frauenhofer-Institut sieht in Europas Autoproduktion bis zu 726.000 Jobs bedroht
Dem europäischen Automobilsektor droht laut einer Studie des Frauenhofer-Instituts ein massiver Beschäftigungsverlust. Bis 2040 könnten in der Produktion bis zu 726.000 Arbeitsplätze wegfallen, heißt es nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Politico" in der ihm vorliegenden Studie. "Ohne Maßnahmen droht Europa eine dauerhafte Abhängigkeit von Drittstaaten bei Schlüsseltechnologien", warnen die Experten.
Keine Deeskalation in Sicht: Erneut US-Angriffe auf Iran und Gegenschläge Teherans
Im Iran-Krieg scheint eine Deeskalation nicht in Sicht, im Gegenteil: Die US-Streitstreitkräfte haben erneut Angriffe auf Ziele im Iran gestartet, im Gegenzug meldete die Armee der Islamischen Republik in der Nacht zum Donnerstag Attacken auf US-Stützpunkte in der Region. Inmitten der Spannungen ließ Teheran eine seit mehr als anderthalb Jahren im Iran festgehaltene US-Staatsbürgerin ausreisen.
Iranische Staatsmedien: Luftabwehrsysteme in Teheran aktiviert
In Teheran sind am Donnerstagmorgen laut den Berichten iranischer Staatsmedien die Luftabwehrsysteme aktiviert worden. "Das Signal zur Aktivierung der Verteidigungssysteme war in mehreren Teilen Teherans zu hören", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Unter anderem sei das Alarmsignal "im Westen und Osten der iranischen Hauptstadt" zu hören gewesen. Opfer seien zunächst nicht gemeldet worden, hieß es bei Irna weiter.
Trump: Iran hat "zu Unrecht" festgehaltene US-Staatsbürgerin ausreisen lassen
Inmitten der zunehmenden Eskalation im Iran-Krieg hat die Führung in Teheran eine seit mehr als anderthalb Jahren im Iran festgehaltene US-Staatsbürgerin ausreisen lassen. "Sie befindet sich nun sicher außerhalb des Iran und ist wohlauf", schrieb US-Präsident Donald Trump am Mittwoch auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens von Seiten des Iran zu schätzen!"
Merz und Macron treffen sich vor deutsch-französischem Ministerrat
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron treffen sich am Donnerstag am Vorabend des deutsch-französischen Ministerrats im nordrhein-westfälischen Brühl. Merz und Macron kommen zu einem Abendessen im Grandhotel Schloss Bensberg zusammen. Am Freitagmorgen soll es dann beim deutsch-französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat auf dem Fliegerhorst Nörvenich um die militärische Zusammenarbeit gehen. Nach Angaben des Elysées geht es unter anderem um das Flankieren der nuklearen Abschreckung Frankreichs durch konventionelle Verteidigung.
Ein- oder Zweifamilienhaus: Bundesgerichtshof urteilt über Maklercourtage
Am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe geht es am Donnerstag (08.45 Uhr) um ein Zweifamilienhaus, das als Einfamilienhaus genutzt werden soll. Der BGH entscheidet über die Maklerprovision - der Makler fordert sechs Prozent des Kaufpreises. Dabei gibt es Unterschiede zwischen Ein- und Mehrfamilienhäusern. (Az. I ZR 111/25)
Urteil zu tödlichem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im Sommer 2018
Fast acht Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua wird am Donnerstag das Urteil in dem Mega-Prozess erwartet. Darin soll geklärt werden, ob die Betreiber der Morandi-Brücke das Unglück mit 43 Todesopfern hätten verhindern können. Die Staatsanwaltschaft hat für die 57 Angeklagten insgesamt 400 Jahre Gefängnis gefordert wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung der Verkehrssicherheit und Urkundenfälschung.
Merz und Steinmeier empfangen algerischen Präsidenten Tebboune in Berlin
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen am Donnerstag den algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune in Berlin. Nach einem Empfang bei Steinmeier mit militärischen Ehren in der Villa Borsig und einem anschließenden Gespräch um 11.30 Uhr trifft Tebboune Merz um 14.15 Uhr im Bundeskanzleramt. Nach einem Vier-Augen-Gespräch wollen Merz und Tebboune um 15.15 Uhr gemeinsam vor die Presse treten.
Trump richtet sich in Fernsehansprache an die Nation
US-Präsident Donald Trump hält am Donnerstagabend in Washington eine Fernsehansprache an die Nation (21.00 Uhr Ortszeit, Freitag 03.00 Uhr MESZ). Themen dürften die erneute militärische Eskalation mit dem Iran und die Kongresswahlen im November sein.
Brasiliens Indigenen-Anführer Raoni nach einem Monat aus Krankenhaus entlassen
Seine schwere Erkrankung vor einem Monat hatte Umweltschützer in aller Welt beunruhigt - nun ist der brasilianische Indigenen-Anführer Raoni Metuktire wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Metuktire habe die Klinik am Morgen verlassen können, teilte das Universitätskrankenhaus von São Paulo am Mittwoch mit. Das über 90-jährige Oberhaupt des Kayapo-Volkes gilt als das "Gesicht" des Kampfes für den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes.
Trump: Iran hat "zu Unrecht" festgehaltene US-Staatsbürgerin freigelassen
Inmitten der zunehmenden Eskalation im Iran-Krieg hat die Führung in Teheran eine US-Staatsbürgerin freigelassen. "Sie befindet sich nun sicher außerhalb des Iran und ist wohlauf", schrieb US-Präsident Donald Trump am Mittwoch auf seiner Online-Plattform Truth Social. "Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens von Seiten des Iran zu schätzen!"
Romanbiografie macht Leben und Musik der Komponistin Erna Becker-Ernst neu erlebbar
Bewegende Lebensgeschichte trifft auf 22 erstmals hörbar gemachte Originalkompositionen
Wassermangel: Deutscher Städtetag fordert bewussten Umgang mit kostbarem Nass
Angesichts eines regional möglicherweise drohenden Wassermangels hat der Deutsche Städtetag zu einem bewussten Umgang mit dem kostbaren Nass aufgerufen. "Früher galt Wasser in Deutschland vielen als unbegrenzte Ressource. Dem ist nicht mehr so", sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).
Argentiniens Spieler feiern WM-Sieg über England mit Falkland-Botschaft
Nach ihrem Sieg über England im WM-Halbfinale haben die argentinischen Spieler ein Plakat zum langjährigen Streit um die Falkland-Inseln entrollt. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch"), stand auf dem Plakat, das kurz nach Abpfiff von argentinischen Spielern bei der Feier ihres 2:1-Siegs im Stadion in Atlanta gezeigt wurde.
Russland wirft Ukraine Tötung von Chefingenieur von Akw Saporischschja vor
Russland hat der ukrainischen Armee vorgeworfen, den Chefingenieur des Atomkaftwerks Saporischschja "gezielt" getötet zu haben. Alexander Jakowlow sei bei einem Drohnenangriff getötet worden, erklärte am Mittwoch der russische Atomkonzern Rosatom, der das in von Moskau kontrolliertem Gebiet in der Ukraine liegende Kraftwerk beaufsichtigt. Es habe sich um einen "gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes" gehandelt.
Schon mehr als 260 Hektar Land von Waldbrand im Müritz-Nationalpark betroffen
Von dem schweren Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern sind schon mehr als 260 Hektar Land betroffen. Dies teilte am Mittwochabend der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg mit. Die betroffene Fläche habe sich auf 269 Hektar ausgeweitet.
"Ich bin sprachlos": Argentinien feiert nächste Auferstehung
Nach dem "Sieg für die Ewigkeit" thronte Lionel Messi auf den Schultern von Enzo Fernández. Argentiniens Comeback-Könige feierten den Finaleinzug und ihren Volkshelden, der mit zwei Vorlagen den unfassbaren Schlussspurt des von einem unbändigen Willen getriebenen Titelverteidigers geprägt hatte. Sie sangen und tanzten auch weit nach dem Happy End noch immer auf dem Rasen von Atlanta vor ihren Fans.
US-Armee greift erneut Ziele im Iran an - Auch Öltanker beschossen
Die US-Armee hat die fünfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Damit sollten iranische Fähigkeiten ausgeschaltet werden, welche die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohten, erklärte das Regionalkommando Centcom am Mittwoch im Onlinedienst X. Später meldete Centcom zudem, dass ein US-Kampfflugzeug auf einen unbeladenen Öltanker geschossen und ihn außer Gefecht gesetzt habe, als dieser versucht habe, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen.
England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"
Thomas Tuchel steckte die linke Hand in seine Hosentasche und lief wie in Trance über den Rasen von Atlanta. Nah, so unglaublich nah war er dran gewesen, den englischen WM-Final-Fluch nach 60 Jahren zu brechen - aber: England bleibt England, selbst mit deutschem Trainer.
"Sieg für die Ewigkeit": Pressestimmen zum WM-Halbfinale
In einer spektakulären Schlussphase dreht Argentinien das WM-Halbfinale gegen England - und hält nach dem dramatischen 2:1 (0:0) den Traum vom erneuten Titelgewinn am Leben. Am Sonntag wartet Europameister Spanien. Die internationalen Pressestimmen zum zweiten WM-Halbfinale im Überblick.