Springen: Deutschland vor Finale auf Gold-Kurs - Hinners Zweite
Die deutschen Springreiter gehen als führende Mannschaft in den großen Titel-Showdown bei den Weltmeisterschaften in Aachen. Am zweiten Tag im Parcours beeindruckte die Equipe von Bundestrainer Otto Becker mit vier Glanzritten, mit 3,48 Strafpunkten liegt das Team knapp vor den USA (+ 4,85) und Belgien (+ 7,69). Beim Finale am Freitagabend unter Flutlicht (ab 18.50 Uhr) kann sich Deutschland aus eigener Kraft erstmals seit 16 Jahren wieder zum Weltmeister krönen.
Ins Rampenlicht ritt erneut vor allem Sophie Hinners, die im Individualranking auf den Silberrang vorrückte (+ 0,84), Kollege Daniel Deußer folgt auf Platz drei (+ 0,86). Auch Marcus Ehning arbeitete sich im Gesamtranking deutlich nach vorne (+ 1,76/10.), ebenso wie Europameister Richard Vogel, der am Vortag noch patzte (+ 3,38/23.). Ein Streichergebnis hätte das Team somit nicht gebraucht. In Führung liegt Scott Brash aus Großbritannien (+ 0,80).
Auch in der Finalrunde wird das schlechteste Tagesergebnis gestrichen - kommen also drei der vier Deutschen am Freitagabend fehlerfrei über die Ziellinie, ist der Mannschaft das Gold nicht mehr zu nehmen. Zuletzt gab es diese Medaille 2010 bei den Weltreiterspielen in Lexington (USA).
Ohne Abwurf wollen die Reiter nicht nur für das Team bleiben: Am Abschlusstag der Heimwettkämpfe am Sonntag (14.20 Uhr) wird noch der Weltmeister im Einzel gekrönt - nur die besten 25 Reiter nach den ersten drei Tagen dürfen dafür in den Parcours zurückkehren.
Im Vorjahr ritten Vogel, Ehning und Hinners bereits zu EM-Bronze, Vogel triumphierte zudem auch im Einzel. Bei Weltmeisterschaften gab es dagegen zuletzt 2018 im US-amerikanischen Tryon eine Medaille - neben dem dritten Platz im Teamentscheid krönte sich die überragende Simone Blum als erst zweite Frau überhaupt zur Weltmeisterin.
S.Hall--SFF