Millionenschaden bei Brand in historischem Schloss in Sachsen-Anhalt
Ein Brand in einem historischen Schloss in Sachsen-Anhalt hat für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt und einen Millionenschaden verursacht. Das Jahrhunderte alte Gebäude in Wallhausen im Landkreis Mansfeld-Südharz geriet in der Nacht zum Donnerstag in Brand, wie ein Feuerwehrsprecher vor Ort sagte. Laut Polizei wurde das Gebäude durch den Brand erheblich beschädigt, der Schaden dürfte ersten Schätzungen zufolge im Millionenbereich liegen.
Das Gebäude, das seit 2005 als Hotel genutzt wird, wurde in der Nacht evakuiert. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Der Feuerwehrsprecher hatte zuvor angegeben, dass einer der sieben eingemieteten Gäste eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten und sich ein Feuerwehrmann während des Einsatzes leicht an der Hand verletzt habe.
Das Gebäude brannte auch nach stundenlangen Löscharbeiten noch, wie der Feuerwehrsprecher sagte. Seinen Angaben zufolge lag das vor allem an der Holzbauweise des Renaissanceschlosses. Zunächst habe der Dachstuhl in Vollbrand gestanden, der später eingestürzt sei.
Auch das zweite Obergeschoss sei zu zwei Dritteln zerstört, sagte der Sprecher. Der Zustand des ersten Obergeschosses und des Erdgeschosses könne erst nach Abschluss der Löscharbeiten beurteilt werden. Wegen Einsturzgefahr konnte das Gebäude nicht mehr betreten werden.
Ob ein technischer Defekt oder ein Branddelikt Ursache für das Feuer seien, werde nun geprüft, erklärte die Polizei. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Dacharbeiten hätten nach derzeitigem Kenntnisstand nicht stattgefunden.
Das Schloss war nach Angaben der Hotelbetreiber zwischen 1606 und 1613 von der Adelsfamilie von der Asseburg errichtet worden. Bis 1945 blieb es im Besitz der Nachkommen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie enteignet, das Gebäude wurde als Schule genutzt. Vor rund 20 Jahren wurde es zum Hotel umgebaut.
X.White--SFF